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CD Spieler metronom

Nach 30 Jahren der digitalen Musikwiedergabe war es 2012 mit dem metronom möglich, technisch resultierende Fehler der Digital zu Analog-Wandlung zu korrigieren. Der neue metronom greift die Erfahrungen mit dem Vorgänger auf und fügt diese effizienter und mit anderem Analog-Digital-Wandlerchip zusammen.

metronom 14 Module

metronom Hochsockelmodule


· Kanal getrenntes Doppel Mono
· Unkomprimiertes Stereo Digital Signal
· TDA1540D Wandler im Keramikgehäuse
· Synchronisierte Oszillatoren an den TDA1540D
· Dynamische Korrektur des Shiftregisters
· Frequenzkompensierung der Ausgangsstufen
· Class A Betrieb des TDA1540D

Das Ergebnis dieses Zusammenspiels ist eine hörbare Steigerung der räumlichen Präzision. Es muss sich nicht mehr die Frage nach tief hinunter reichenden Bassregistern, nach Nuancen oder Transparenz der Wiedergabe gestellt werden - die Diskussion über klangliche Spitzenleistungen ist hier beendet. Es werden vielmehr neue Maßstäbe für Stetigkeit und Natürlichkeit der Wiedergabe gesetzt. Einfach ausgedrückt, im Vergleich zu den besten digitalen Wiedergabegeräten, ob von CD oder Streaming, ob 16, 24 oder 32 Bit, klingt ein metronom lebendig und authentisch.

Simultan Datenformat

Keine Komprimierung, keine Artefakte und keine Quantisierungsfehler. Das Simultan Datenformat ist ein kompromissloses Datenformat für die Analogwandlung - während alle am Markt verfügbaren digitalen Wiedergabegeräte mit dem I2S Datenformat arbeiten, welches die Stereokanäle zu nur einem Signal komprimiert. Mit dem Simultan Datenformat werden die Stereokanäle getrennt und unkomprimiert in einem eigenen Wandler-Chip pro Stereokanal verarbeitet. Die Wandler müssen damit nicht das gebündelte Signal wieder hochfrequent den Stereokanälen zuordnen. Stressfrei können diese ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen, plus: negative Wechselwirkungen, weil beide Stereokanäle im gleichen Chip verarbeitet werden, treten nicht auf. Von Digital bis zum analogen Ausgang wird ein kanalgetrennter Doppelmono-Aufbau ermöglicht.

Digital Analog Wandler TDA1540

Für einen Analog-Wandler, der ohne eingebettete Filter und Verstärkungsstufen produziert ist, muss man auf die Technik der ersten Stunde zurückgreifen. Aktuelle Chip-Architekturen haben den Fokus auf industrielle Standards, die den Bauaufwand und Produktionskosten senken sollen. Es werden Wandler produziert, die eine feste statische Digital-Analog-Wandlung ohne Behebung der hierraus resultierenden Fehler praktizieren.

Eine dynamische Wandlung ist nur mit wenigen Wandlerchips möglich. Während beim Vorgänger zwei 16 Bit Wandler TDA1541A verwendet wurden, konnte das Prinzip der aktiven Korrekturschaltung metronom nun auch auf einen 14 Bit Wandler übertragen werden. Da dieser Wandler eine noch um plus 42,86% komplexere Struktur des Shiftregisters besitzt, ist der TDA1540 für seine unübertroffene natürliche Klangfarbe bekannt.

Aktive Korrektur metronom

Das wandlerinterne Shiftregister, dass die Analogwandlung der Daten aus dem Bitstrom sozusagen wie ein Schaltgetriebe übernimmt, wird durch interne Oszillation gesteuert. Nachteilig geschieht dieses ohne metronom Korrektur mit einer festen Frequenz und nicht in Abhängigkeit zum empfangenen Datenfenster. Durch das aktive metronom Modul am Wandler, wird die Oszillation des Shiftregisters dynamisch an das Datenfenster angepasst.

dynamische Korrektur metronom 14

Der Oszillator und das Shiftregister im TDA1540 werden extern gesteuert. Eine dynamische Steuerung in Abhängigkeit zum Dateneingang, präzisiert die analoge Wandlung in einer neuen Größenordnung. Die Fenstergröße des Digitalsignals (14,16,32 Bit) hat für ein realistisches Analogsignal keine Bedeutung. Die Daten des Ursprungssignals werden nur in jeweilig großen Datenblöcken zugeführt.

Digitale Irrtümer



Warum gegen HiRes drängen? Weil es eine Lösung für ein Problem ist, das es nicht gibt, ein Geschäftsmodell, das auf vorsätzlicher Ignoranz und Täuschung basiert. Je mehr Pseudowissenschaft ungehindert in die Welt geht, desto schwieriger ist es für die Wahrheit... auch wenn das ein kleines und relativ unbedeutendes Beispiel ist.
Christopher "Monty" Montgomery, Xiph.Org: Weblink

Die Xiph.Org Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die sich dem Schutz der Grundlagen von Internet und Multimedia vor der Kontrolle privater Interessen verschrieben hat.


Verkäufer der Audioindustrie haben schnellere Abtastraten gefördert. Die Akzeptanz solcher Ideen basiert auf dem Irrtum, dass schnellere Raten mehr Genauigkeit und/oder mehr Details ergeben. Ob es durch Profit oder Unwissenheit motiviert ist, die Promotoren, die die Industrie in die falsche Richtung führen, sagen das Gegenteil von dem, was wahr ist.
Dan Lavry, Lavry Engineering, Washington: Weblink

metronom Basisgeräte

1. Revox B225

Mit engtolerierten Bauteilen von überdurchschnittlicher Qualität. Die Steuerung zeigt eine gute Funktionalität mit direkter Titelanwahl und professionellen Sonderfunktionen.

Revox B225
Revox B225 metronom, 2200 Euro
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2. Philips CD304

Mit seiner eloxierten Aluminium Front und seinem Röhrendisplay passt der CD304 gut zu HiFi-Geräten im Standardformat.

Philips CD304
Philips CD304 metronom, 1900 Euro
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3. Philips CD104

Der CD 104 ist der Organspender des 304 und vieler anderer CD Spieler, die sich in über 30 Jahren als die besten CD Spieler aller Zeiten kristallisierten.

Philips CD104
Philips CD104 metronom, 1850 Euro
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4. Bang & Olufsen CDX

Im Inneren ist der CDX dem Philips CD 104 in weiten Teilen gleich. Somit ist der CDX mit seinem zeitlosen Design die richtige Wahl für Liebhaber von TOP-Ladern.

B&O CDX
B&O CDX metronom, 2100 Euro
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5. Philips CD204

Abweichend zu seinen Geschwistern ist der CD 204 ohne SMD Bauteile auf den Hauptplatinen gefertigt. Doch SMD Bauteile besitzen in einigen Bereichen Vorteile.

Philips CD204
Philips CD204 metronom, 1850 Euro
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6. Philips CD100

Ohne Titelsprung rückwärts, mit zähen Zugriffszeiten und eigenwilliger Geräuschkulisse beim Titelsprung ist ein CD 100 etwas für echte Liebhaber.

Philips CD100
Philips CD100 metronom, 2100 Euro
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Liste aller geeigneten Basisgeräte

Meinungen

Da haben Sie ganze Arbeit geleistet! Daß ein CD-Player überhaupt zu solcher Musikalität fahig ist, habe ich bisher nicht geglaubt. Nach vielen Jahren und vielen CD -Playern war des Thema für mich eigentlich "gegessen"; vielen Dank, daß Sie mir nochmals die Ohren geöffnet haben (und ich vergleiche hier auf hohem Niveau - mit einer Studer Profimaschine und Masterbandkopien). Aber eine derartige Geschlossenheit im musikalischen Fluss, vorallem eine so große Darstellung und Körperhaftigkeit von Instrumenten und Stimmen habe ich bisher aus einer digitalen Quelle nie gehört. Tonal ist alles stimmig, von den Bässen zu den Höhen, die Klangfarben sind reich und das Timing einfach perfekt!
A. Sandreuther, Nürnberg

Aus dem Staunen kam ich erst nach einiger Zeit raus. Mir fiel ein, wieviel Geld ich schon bei der Suche nach Perfektion ausgegeben habe. Im Verhältnis zu den Geräten, die früher bei mir wegen Ranglisten-"Empfehlungen" verschiedener HiFi-Gazetten gespielt haben, kann mein neuer 304 da nicht mithalten - im Preis! Ich komme mir vor wie ein Mann, der immer blinzelte und sich dann ein neues Brillenputztuch kaufte. Plötzlich sehe ich klar, vorher war es grieselig und verschwommen. Auf diese Idee hätte ich früher kommen sollen.
Gerhardt Wengenroth, Hemer

Den modifizierten CD 304 habe ich zusammen mit Freunden an unterschiedlichen Wochenenden mit einigen anderen Playern der Preisklasse 2500.- bis 7000.- € in ausgiebigen Hörsitzungen verglichen. Ich neige nicht zu Übertreibungen, deshalb muss ich eindeutig betonen, dass die fünf Player nicht um riesige Welten auseinander lagen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der CD 304 in punkto Geschlossenheit des Klangbildes, der Durchsichtigkeit von Orchester und Stimmen, der Impulstreue und Präzision den anderen Spielern bei fast jedem Musikmaterial hörbar überlegen war. Nicht zuletzt ist die Ermüdungsfreiheit zu loben. Man kann stundenlang mit dem 304 hören, ohne ein Anzeichen von akustischem Stress.
Hans-Peter Storz, Freiburg

Nach vergeblichen Versuchen, von zwei „Fachleuten“ eine klemmende Schublade und das flackernde Display meines Philips 304 instand setzen zu lassen, bin ich per Internetrecherche auf Sie gestoßen. Der Philips läuft nun wieder einwandfrei und macht mir große Freude - dafür ein freundliches Dankeschön. Auch an der Kommunikation habe ich gemerkt, dass Sie sich wohltuend vom Geschwätz selbst ernannter Spezialisten abheben.
Hannes Scholten, Stuttgart

Gründer der HiFi-Zeitschrift Audio und ehem. Chefredakteur Stereoplay


seit sonntag abend steht der 304er wieder ordentlich verkabelt im regal. macht wieder richtig spaß das teil. ich drücke es mal so aus: er kann nicht nur cd`s besonders gut abspielen, sondern nun will er es auch. du hast ihn sozusagen „frei gelassen“. danke dafür!
M. Büchner, Gerbrunn

High Bit im Vergleich

Gerne wird der Anschein erweckt, dass die HiFi-Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren riesige Sprünge gemacht hat. Glaubt man der Werbung für digitale Wiedergabegeräte, wird jedes Jahr kontinuierlich eine immer bessere Wiedergabe geboten. Solche Behauptungen werden bereitwillig aufgenommen, sucht doch der rastlose HiFi-Interessent ständig nach Verbesserungen. Wenn man die Werbeaussagen wörtlich nimmt, sollte man zu dem Schluss kommen, dass die Reproduktion von Musik über eine neue HiFi-Anlage besser ist als das Original!?

Philips TDA1540 14 Bit DAC

In der Werbung spielen immer höhere Bit-Zahlen eine entscheidende Rolle. Sie sollen klangliche Vorteile suggerieren. Das verdummende Prinzip lautet: "Je höher die Zahlen, desto besser das Ergebnis." Allzu gern wird verschwiegen, dass die aus dem technischen Zusammenhang herausgelösten Zahlenwerte keinerlei Aussagekraft haben.

Vergleich im Hörtest

Vorteile die auf dem Papier stehen, suggerieren eine Überlegenheit, aber sie bringen dem Zuhörer nichts. Für einen objektiven Vergleich müssen zunächst einmal identische Bedingungen geschaffen werden. Beide Abspielgeräte, der metronom mit TDA-Wandler und ein Vergleichsgerät mit High Bit Wandler, geben die gleiche Aufnahmequalität wieder. Beide Abspielgeräte besitzen den gleichen Ausgangspegel (+-0,5dB) und werden mit gleicher Verkabelung an der selben Musikanlage getestet. Laufen beide Geräte zeitgleich, kann am Hörplatz durch Umschalten der Wiedergabequelle an der Fernbedienung - frei von allen technischen und räumlichen Unterschieden - verglichen werden. Um das Ergebnis frei von Vorurteilen, Suggestionen und "Hintergrundgeschehen" zu halten, wissen die Zuhörer nicht, welches Gerät jeweils zu hören ist. Abschließend wird daher die Anzeige der Eingangsquelle am Verstärker abgedeckt.

Der Hörtest fällt nun sehr kurz aus. Der Unterschied ist sofort, eindeutig und jederzeit wiederholbar festzustellen. Es fällt die größere und trotzdem straffere Klangfülle der "alten" Technik auf. Nicht nur die Menge an Details, auch deren Präzision und Natürlichkeit ist über das gesamte Frequenzspektrum nicht nur "ein kleines bisschen" besser. Auf eine blumige Beschreibung von Nuancen kann daher erfreulicher Weise bei diesem Hörvergleich verzichtet werden.

Die Gründe für die derart deutlichen Klangunterschiede liegen in den Analogwandler-Chips und der Art, wie diese in den Geräten an den Datensätzen angebunden werden. Das Ergebnis dieses Vergleichs ist eine "schallende Ohrfeige" für moderne Audioelektronik und spricht gegen jegliche Manipulation des digitalen Signals durch HiRes Over-und Upsampling oder Kompression. Die Vorteile eines HiRes liegen allein in der billigeren Produktion durch höhere Integration und somit eine verringerte Anzahl von Chips und Bauteilen in den fertigen Endgeräten. Mit einer Vereinnahmung der Wiedergabe durch den Computer, möchte zudem das Musik-tragende Medium CD weg rationalisiert werden - auch wenn eine Datenübertragung über den Computer gegenüber einer dedizierten Lösung im CD Spieler im Nachteil ist.

Messdaten

Ein direkter Zusammenhang zwischen isolierten Messdaten und gutem Klang kann nicht gefunden werden. Sie können guten Klang nicht durch konkurrierende Zahlen über den Klirrfaktor oder Erweiterung des Frequenzbereichs ausfindig machen. Bei digitalen Wiedergabegeräten finden sie heute Argumente wie Quantisierung der Bit-Zahlen und Sampling-Frequenzen. Es bedeutet nur Senkung von Herstellungskosten und Entfernen von der ursprünglichen Musik-Aufnahme. Die Erfindung der CD war ein epochales Ereignis. Es liefert den Ton des Masterbands direkt in unseren eigenen Hörraum. Es war die Kristallisation der Bemühungen der Ingenieure der damaligen Zeit. Im Vergleich dazu bietet die neue Generation digitaler Wiedergabegeräte nur die Erhöhung der Datenrate. Die Lebensdauer dieser Geräte wird von kurzer Dauer sein. Was wir brauchen, ist ein gutes Verständnis für Widergabegeräte die unserem Hörsinn entsprechen.

High Bit Technik im CD-Spieler

Hier werden die Eigenschaften eines metronom CD-Spielers, welcher zwei der altbewährten Wandler TDA1540 besitzt, in einen Vergleich mit einem modernen Wandler für HiRes gebracht. Dieser HiRes Wandler wird in Wiedergabegeräten im vierstelligen Euro-Bereich verbaut, ist aber genauso in Gerätschaften für nicht 100 Euro zu finden.

High Bit DAC

Links am Bildrand sind oben und unten ein Transistor für die Stummschaltung sichtbar, die zuletzt vor den Cinchbuchsen am Ausgang sitzen. Am Signalweg davor befinden sich rechts daneben je Stereo Kanal 2 schwarze Widerstände und 1 Kondensator, die einen analogen Tiefpassfilter bilden. Es ist keine Aufbereitung durch weitere Verstärker nötig. Dank der Gleichstromregelung ist auch ein Koppelkondensator im Signalweg überflüssig. Dieser Wandler ermöglicht mit seinen integrierten Digitalfiltern, seinen Verstärkern sowie der Entfernung des schädlichen Gleichstroms einen Verzicht auf viele weitere Bauteile und somit eine erhebliche Kostenreduzierung. In den hochpreisigen Wiedergabegeräten finden sich erstaunlicherweise trotzdem weitere Verstärkungsstufen und Spannungsfolger (Buffer), zum Teil auch mit Röhren. Deren Aufgabe ist es, dem Gerät durch eine Veränderung des ursprünglichen Signals eine individuelle Note zu verleihen. Mit Klangneutralität haben solche Maßnahmen nichts zu tun.

Auf dem Papier hat der 30 Jahre nach dem TDA1540 entwickelte Wandler Vorteile: Eine höhere Bitrate, einen größeren Dynamikbereich und den für Entwickler attraktiven "fertigen" Audioausgang mit definierten 2 Volt Leistung. Der ist insofern praktisch, weil hier keine eigene Entwicklung mehr nötig ist. Allerdings - und das ist einer der entscheidenden Nachteile - auch nicht mehr möglich. Andere Vorteile beziehen sich angeblich auf Auflösung und Dynamik - aber nur theoretisch und auch bitte nicht mit der Menge an Details oder Feinzeichnung zu verwechseln. Die höhere Auflösung bezieht sich am Beispiel einer 192khz Widergabe auf eine Erweiterung des verarbeiteten Frequenzgangs auf 96khz (Nyquist, Samplingfrequenz gleich min. doppelte Widergabefrequenz) - eine Frequenzerweiterung, in der keinerlei nutzbare Informationen beim digitalen Musik-Endprodukt enthalten sind, die bei der Musikaufnahme von der Physik unterliegenden Mikrofonen nicht aufgezeichnet wird und die auch vom menschlichen Hörsinn nicht erfasst werden kann. Zu finden ist in dem erweiterten Frequenzgang 'Dither' - bei der digitalen Datenverarbeitung im finalen Mastering immer hinzugefügtes digitales unnatürliches Rauschen - nötig um die Re-Quantisierungs Störungen der erhöhten Samplingfrequenzen zu kaschieren.
Hingegen überschlagen sich Hersteller von Audio Elektronik in der Angabe von immer größeren Werten des Abstands von Rauschem zum Signal als Qualitätsmerkmal.

Musik erreicht einen Dynamikumfang je nach Instrumentierung von 80 dB. Die menschliche Stimme besitzt einen Dynamikumfang von 40 dB. Der Dynamikumfang des TDA1540 bietet mit 94 dB bereits eine nicht wirklich nutzbare Reserve und erreicht in der praktischen Anwendung weitere Austeuerungsreserve, auch wenn zuvor die nötigen -9dB für Digital und Analogl schon erreicht sind.
Ein Presslufthammer erzeugt 120 dB Schalldruck, danebenstehend können Sie eine mit 40dB laut rufende Person nicht mehr verstehen. Ohne Gehörschutz auch 5 Minuten danach nicht. Die Angabe des Dynamikumfangs für HiRes Produkte ist eher theoretischer Art - um nicht zu sagen, sie sei realitätsfremd. Bei einer Musikwidergabe hat es keine Auswirkung den Dynamikumfang auf dem Papier immer weiter erhöhen zu wollen. Insbesondere wenn dafür eine natürliche Klangfarbe in den Hintergrund gestellt wird. Eine Notwendigkeit besteht im Studio bei der digitalen Signalverarbeitung, eine höhere Aussterungsreseve erleichtert einem 'modernen Toningenieur' die Arbeit z.B. Übersteuerungen im Endprodukt zu vermeiden. Die Größe des Datenfensters (1 Bit, 28 Bit, 32 Bit) mit der die Musik digital 'transportiert' wird, steht allein in keinem Zusammenhang mit einem besseren musikalischen Ergebnis. Anders als eine erhöhte Samplingfrequenz, schadet eine erhöhte Bit Rate zumindest nicht dem Widergabeergebnis - es hat nur keinerlei Nutzen.

Siehe auch: Xiph.Org Foundation (Englisch)

Die Xiph.Org Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die sich dem Schutz der Grundlagen von Internet und Multimedia vor der Kontrolle privater Interessen verschrieben hat.

Wie können wir 'Klang' messen?

Die Antwort ist ernüchternd. Seit einem halben HiFi-Jahrhundert versuchen tausende Forscher und Ingenieure weltweit, das Geheimnis des guten Klangs messtechnisch zu definieren. Es ist immer noch nicht gelungen. Wahrscheinlich wird es auch niemals gelingen. Wir nehmen Musik auf unterschiedliche Weise auf. Das ist morgens anders als abends. Wenn wir gestresst sind, hören wir anders, als wenn wir fröhlich sind. Emotionen spielen also eine erhebliche Rolle.

Mit den heutigen technischen Möglichkeiten können wir Musik, sprich Schall, weder mit 100%iger Genauigkeit aufnehmen noch wiedergeben. Es gibt keine perfekten Mikrofone auf der Eingangsseite, noch gibt es perfekte Lautsprecher auf der Ausgangsseite.

Das ist die Grundlage, auf der die Entwicklungen der vorigen Jahrzehnte basieren. Aber das Streben nach High Fidelity, also der Wiedergabe des Originals mit möglichst hoher Naturtreue, hat seltsamerweise einen anderen Weg genommen. Statt weiterhin um jedes Quäntchen Qualitätssteigerung zu ringen, haben sich die ursprünglichen Ziele streng genommen ins Gegenteil verkehrt. Das zeigt der Erfolg von "Hi-Res" Datenformaten. Er beruht auf dem Diktat, die Kosten drastisch zu senken und billige Kopien verbreiten zu können, die auch auf einfachen Geräten, ob Mobil oder daheim, eine gute Wiedergabequalität bieten sollen. Diese "geditherte" musikalische Qualität widerspricht allen HiFi-Grundsätzen. Parallel dazu sank der Anspruch an die Abspielgeräte. Das unterste Ende markieren USB-DACs, der Dudelklang aus dem Handy oder die Dauerberieselung im Supermarkt mit quäkenden Lautsprechern, die der Laune schaden.

Schlussfolgerungen

1. Bei Entwicklung, Reparatur oder Modifikation von HiFi-Komponenten sind Messungen unerlässlich. Über die Wiedergabequalität sagen sie jedoch nur sehr wenig aus. Übrigens genauso wenig, wie die Angabe der Watt-Belastbarkeit bei Lautsprechern.

2. Das Streben nach Fortschritt und Verbesserung ist eine elementare Tugend des Menschen. Ohne diese Eigenschaft hätte es kein Auto, kein Dampfschiff und keine Mondlandung gegeben, gleichgültig wie man diese bewertet. Es gilt also, nach immer neuen Wegen zu suchen, um die Wiedergabe eines HiFi-Geräts zu verbessern, und sich minderer Qualität zu verweigern.

3. Der Gedanke der Nachhaltigkeit schließt ein, dass wir den Wert alter Geräte entdecken und entsprechend einstufen. Der "High-End-Player" mit DVD-Laufwerk, wie er mittlerweile in jedem PC werkelt, ist bei einem Defekt schon in wenigen Jahren nicht mehr zu erhalten. Die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.

4. Wir geben viel Geld für Unnötiges und wenig Werthaltiges aus. Die "Wegwerf-Kamera" steht als Symbol für teures Wirtschaften mit Rohstoffen und Ressourcen. Der Sinneswandel hat jedoch schon jetzt manch einen überholt. Immer mehr Menschen geben ihr Geld bewusst für Produkte aus, die ein hohes Qualitätsniveau mit langer Haltbarkeit verbinden.

5. Musik ist ein unglaublich faszinierendes Medium. Sie verdient es, dass wir ihr eine angemessene technische Basis gönnen, um sie in ihrer ganzen Schönheit und Vielfalt zu Hause genießen zu können.

Bauarten in der Audiotechnik

Betrachtet man die Bauarten der Audio-Elektronik aller bisherigen Entwicklungsstufen, findet man eine schmalbandige Epoche, mit der die angestrebte originalgetreue Musikreproduktion derzeit noch am besten zu erzielen ist. Nach Ablösung der Vakuum-Röhren durch Germanium-Transistoren und deren Ablösung durch Silizium-Transistoren, wurde HiFi-Elektronik aus vielen einzelnen Transistoren in sogenannter diskreter Bauweise gefertigt.

Philips CDM1 Laser

Alle folgenden Entwicklungen durch immer höhere Integration von Schaltkreisen in Silizium, bringt in der HiFi-Elektronik Vorteile in Baugröße und Kosten, aber Nachteile in z.B. Impuls- oder Übersprechverhalten. Sicher wäre ohne die wachsende Integration ein CD-Spieler, oder auch ein Computer, in wohnzimmertauglichen Dimensionen kaum vorstellbar. Aber was für einen HiFi-Verstärker höchster Güte zutrifft, gilt auch für ein Wiedergabegerät. Diskret aufgebaute Geräte sind teurer in der Produktion, bieten aber eine höhere Klangqualität.

Die Stufe, an der wir keine echten Verbesserungen an Audio-Geräten (Ausnahme sind nur Lautsprecher) mehr erwarten dürfen, hat längst begonnen. Die Hersteller konzentrieren sich auf den größten Konsumermarkt mit "Multimedia-Kühlschränken". Sogenannte diskrete Bauteile werden weiter rationalisiert und beginnen klimawandelartig in großem Umfang auszusterben. Absoluten Vorrang haben hochintegrierte Chips, die sich universell in PCs und AVR-Receivern, Mikrowellen und Autos einsetzen lassen. Die Entwicklungsarbeit in den Großkonzernen besteht überwiegend darin, diese Universal-Chips für die jeweilige Anwendung zu programmieren. Mangels diskreten Bauteilen wird künftig niemand mehr ein Audiogerät mit höchstem Anspruch produzieren können - auch wenn er es wollte.

Digitale Musikwiedergabe

Gibt es demnächst nur noch einen Universal-Chip für jeden Zweck? Mit eingebautem Over und Upsampling. Mit "Klangfeldgeneratoren", die alle Schwächen der Konstruktion psychoakustisch hinweg suggerieren - ein Datenstandard-Dressing an 'kalorienarmen' Schaltnetzteilen.

Diese Zukunft wird kommen. Statt einer Musikanlage wird im Wohnzimmer des Konsumenten ein Multimedia-Computer stehen, der neben der Wiedergabe von Musik und Videos auch den Kühlschrank verwaltet und für aus dem Netz geladene HiRes-Songs die Gebühren automatisch abbucht.

Was bleibt demjenigen, der einen höheren Wert auf die Qualität der Musikwiedergabe legt: Bereits gefertigte Geräte in diskreter Bauart zu suchen, diese liebevoll zu erhalten und defekte oder gealterte Bauteile zu ersetzen.

Es ist verständlich, dass Menschen mit zwei Ohren und etwas dazwischen seit vielen Jahren an der Vinyl-Schallplatte festhalten. Die Vinyl-Klangqualität gilt als natürlich und ausgewogen. Aber wie wäre es, ein digitales-Abspielgerät zu erhalten, welches bekannte Einschränkungen überwinden kann und Musikwiedergabe in einer überraschenden Dimension ermöglicht. Ein Wiedergabegerät mit natürlichem, räumlich präzisem und direktem Klang.