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Was ist eine Ausgangsstufe?

Als Ausgangsstufe wird der Teil zwischen dem Analog-Wandler und den Cinchbuchsen an der Rückseite bezeichnet. Hier findet die letzte Aufbereitung des nun analog gewordenen Audiosignals des Wandlers statt. Es gibt je nach Wandlertyp unterschiedliche Baugruppen die hier notwendig werden. Die Philips Wandler TDA1540 unterscheiden sich von den Wandlern moderner Bauweise nicht grundlos durch ihren natürlichen Klang:

Moderne Analog Wandler benötigen nur manchmal noch eine aktive Entkoppelung, da sie mit eingebetteten Filtern und Verstärkungsstufen bereits ein fertig aufbereitetes Audiosignal liefern - auf dieses kann durch Veränderung der Filter und Operationsverstärker kein Einfluss mehr genommen werden. Die aktive Entkoppelung erfolgt im als Buffer bezeichneten Teil der Ausgangsstufe. Nach einem solchen Wandler eine Röhre zum Buffern zu verwenden, geschieht nur aus Marketing-Gründen. Überwiegend wird diese Funktion von einem Chip-OPV ausgeführt. Mit dem Prinzip eines Spannungsfolgers des Buffers, findet keine Verstärkung und bestenfalls auch keine Veränderung des Audio-Signals statt. Der Wandler und Buffer produzieren hierbei auch Gleichstrom, der abschließend durch einen Kondensator gefiltert wird. Das Musiksignals wird sonst von der Nullachse verschoben, woraus eine höhere Belastung der nachfolgenden Komponenten resultiert - bei zu hohem Pegel bis zur Beschädigung filterloser Lautsprecher. Dieser Koppelkondensator lässt nur den aus Wechselstrom bestehenden Teil des Audiosignals durch.

DC-Offset ohne Koppelkondensator und Analogfilter

Die Ausgangsstufe eines TDA1540 Wandlers ist aufwendiger gestaltet, da kein fertiges Audiosignal geliefert wird und dieses noch elektrisch umgewandelt werden muss. Durch diese Bauart erlaubt der Analog Wandler auch Eingriffe in das analoge Signal. Nachfolgend die je nach Modell möglichen Baugruppen in den alten Philips CD Spielern in Reihenfolge nach dem Analog Wandler.

De-Emphasis

Hochtonkorrektur. Das De-Emphasis ist ein analoger Hochtonfilter. Dieser Filter wird durch den Digitaldecoder zugeschaltet, wenn dieser ein Signal erhält, welches sich im Subcode auf der wiederzugebenden CD befände - was aber in der Regel nicht der Fall ist. Diese vornehmlich inaktive Schaltung benötigt keine besondere Aufmerksamkeit, kann aber auf Wunsch stillgelegt werden.

I/U Conversion

Mit der I/U Conversion wird die elektrische Wandlung vollzogen, das Audiosignal steht danach zur Verfügung. In den meisten Philipsen wird die I/U conversion in der ersten Hälfte eines Doppel-OPVs ausgeführt. Die optimalen Eigenschaften für diese Funktion bringt nicht jeder Chip-OPV mit, der landläufig als gut klingender Buffer bezeichnet wird. Eine optimale Mischung aus passiver und aktiver I/U Conversion, die durch Geschwindigkeit und hohe virtuelle Masse die besten Eigenschaften mitbringt ist dem jeweiligen Operationsverstärker angepasst.

Analogfilter

Das Signal wird auf das Audioband reduziert. Die Analogfilter sind auf den Philipsen zwischen dem serienmäßigen Doppel-OPV platziert. Sie trennen das Audiosignal mit einer 18db Flankensteilheit vom nicht hörbaren Frequenzbereich. Auf diese Filter, welche Phasendrehungen mit sich bringen können, kann in manchen Fällen verzichtet werden.

Buffer

Das Signal wird stabilisiert. Die Entkoppelung durch einen Buffer erfolgt in den meisten Philipsen in der zweiten Hälfte eines Doppel-OPVs. Das volle Spektrum eines TDA1540 Wandler ohne "Verschlucken", ohne analytische Schärfe, mit den größten Leistungsreserven und das ohne typisches Verfärben eines Röhrenausgangs darf im metronom 14 erwartet werden.

Koppelkondensator

Gleichstromfilterung. Ein Koppelkondensator hinter den aktiven Bauelementen im Signalweg ist die einfachste Methode den unerwünschten Gleichstrom zu verhindern, stellt aber immer einen Kompromiss dar. Ein Kondensator bildet hier mit zunehmender Größe steigenden Verlustfaktor und Mikrofonie. Diese wichtige Aufgabe ist einem bipolaren Elektrolytkondensator mit bester Zweckmäßigkeit angedacht - kein Folienkondensator.

Muting

Stummschaltung. Für das Muting bleibt das Signal serienmäßig einem hochwertigen Reed-Relais überlassen. Bei Basisgeräten in denen dieses durch einen Transistor geschehen soll, kann dieser Bereich überbrückt werden.