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CD Spieler und USB Streaming

Nach mehr als 30 Jahren der digitalen Musikwiedergabe konnte die CD von modernen HiRes Formaten klanglich nicht überholt werden und erfreut sich erneut steigender Beliebtheit - auch dank seines anfassbaren physischen 'Datenträgers'.

Von technisch resultierenden Fehlern in der Analogwandlung befreit, fasziniert seit 2012 der metronom CD Spieler eine stetig wachsende Zuhörerschaft. Der neue metronom setzt mit dem Philips R2R Wandler TDA1540 die Analogwandlung in eine neue Ära. Auch dank seines PC Streamings sind weitere digitale Wiedergabegeräte mit den üblichen Delta-Sigma Wandlern völlig obsolet.

metronom 14 Module

metronom Hi-socket modules

•  Kanal getrenntes Doppelmono
•  Unkomprimiertes Stereo Digital Signal
•  TDA1540D Wandler im Keramikgehäuse
•  Synchronisierte Oszillatoren der TDA1540D
•  Dynamische Korrektur des Shiftregisters
•  Frequenzkompensierung der TDA1540D
•  Class A Betrieb des TDA1540D

Das Ergebnis dieses Zusammenspiels ist das hörbare Erreichen einer räumlichen und zeitlichen Präzision. Es muss sich nicht mehr die Frage nach tief hinunter reichenden Bassregistern, nach Nuancen oder Transparenz der Wiedergabe gestellt werden - die Diskussion über klangliche Spitzenleistungen ist hier beendet. Es werden vielmehr neue Maßstäbe für Stetigkeit und Natürlichkeit der Wiedergabe gesetzt. Einfach ausgedrückt, im Vergleich zu den besten digitalen Wiedergabegeräten, ob CD oder Streaming, klingt ein metronom lebendig und authentisch.

Simultan Datenformat

Keine Komprimierung, keine Artefakte und keine Quantisierungsfehler. Das Simultan Datenformat ist ein kompromissloses Datenformat für die Analogwandlung - während herkömliche digitale Wiedergabegeräte mit dem I2S Datenformat arbeiten, welches die Stereokanäle zu nur einem Signal komprimiert. Mit dem Simultan Datenformat werden die Stereokanäle getrennt und unkomprimiert in einem eigenen Wandler-Chip pro Stereokanal verarbeitet. Die Wandler müssen damit nicht das gebündelte Signal wieder hochfrequent den Stereokanälen zuordnen. Stressfrei können diese ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen, plus: negative Wechselwirkungen, weil beide Stereokanäle im gleichen Chip verarbeitet werden, treten nicht auf. Von Digital bis zum analogen Ausgang wird ein kanalgetrennter Doppelmono-Aufbau ermöglicht.

Digital Analog Wandler TDA1540

Für einen Analog-Wandler, der ohne eingebettete Filter und Verstärkungsstufen produziert ist, muss man auf Technik der ersten Stunde zurückgreifen. Aktuelle Chip-Architekturen verrichten eine statische Analogwandlung ohne Behebung der resultierenden Fehler - reduzieren aber die Herstellungskosten.

Während beim Vorgänger zwei 16 Bit Wandler TDA1541A verwendet wurden, konnte das Prinzip der aktiven Korrektur metronom auf einen 14 Bit Wandler übertragen werden. Da dieser Wandler eine noch um über 40% komplexere Struktur des Shiftregisters besitzt, ist der TDA1540 für seine unübertroffene natürliche Klangfarbe bekannt.

Aktive Korrektur metronom

Das wandlerinterne Shiftregister, dass die Analogwandlung der Daten aus dem Bitstrom sozusagen wie ein Schaltgetriebe übernimmt, wird durch interne Oszillation gesteuert. Nachteilig geschieht dieses ohne metronom Korrektur mit einer festen Frequenz und nicht in Abhängigkeit zum empfangenen Datenfenster. Durch das aktive metronom Modul am Wandler, wird die Oszillation des Shiftregisters dynamisch an das Datenfenster angepasst.

dynamische Korrektur metronom 14

Der Oszillator und das Shiftregister im TDA1540 werden extern gesteuert. Eine dynamische Steuerung in Abhängigkeit zum Dateneingang, präzisiert die analoge Wandlung in einer neuen Größenordnung.

metronom Basisgeräte

Nur grundlegend restaurierte Basisgeräte werden mit metronom Modulen und modernen Bauteilen höchster Güte ergänzt. Ein metronom gilt als Ausnahmeerscheinung für qualitative Musik-Wiedergabe - sowohl unter Musikern mit geschultem Gehör, als auch einfach bei Liebhabern professioneller Audio-Elektronik. Dank seines jeweiligen Fernbedienungsmoduls und Digitaleingangs lässt ein metronom auch in Funktionalität und Komfort keine Wünsche offen.

1. Revox B225

Mit engtolerierten Bauteilen von überdurchschnittlicher Qualität. Die Steuerung zeigt eine gute Funktionalität mit direkter Titelanwahl und ungewöhnlichen Sonderfunktionen.

Revox B225
Revox B225 metronom, 2200 Euro
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metronom am eigenen CD, 1400 Euro
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Übertrager sym. XLR (Studer), 580 Euro
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USB Digital Eingang, 198 Euro
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2. Philips CD304

Mit seiner eloxierten Aluminium Front und seinem Röhrendisplay passt der CD304 gut zu HiFi-Geräten im Standardformat.

Philips CD304
Philips CD304 metronom, 1900 Euro
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3. Philips CD104

Der CD 104 ist der Organspender des 304 und vieler anderer CD Spieler, die sich in über 30 Jahren als die besten CD Spieler aller Zeiten kristallisierten.

Philips CD104
Philips CD104 metronom, 1850 Euro
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4. Bang & Olufsen CDX

Im Inneren ist der CDX dem Philips CD 104 in weiten Teilen gleich. Somit ist der CDX mit seinem zeitlosen Design die richtige Wahl für Liebhaber von TOP-Ladern.

B&O CDX
B&O CDX metronom, 2100 Euro
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5. Philips CD204

Abweichend zu seinen Geschwistern ist der CD 204 ohne SMD Bauteile auf den Hauptplatinen gefertigt. Doch SMD Bauteile besitzen in einigen Bereichen Vorteile.

Philips CD204
Philips CD204 metronom, 1850 Euro
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6. Philips CD100

Ohne Titelsprung rückwärts, mit zähen Zugriffszeiten und eigenwilliger Geräuschkulisse beim Titelsprung ist ein CD 100 etwas für echte Liebhaber.

Philips CD100
Philips CD100 metronom, 2100 Euro
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Liste aller geeigneten Basisgeräte

Revision versus Modifikation

Das Thema wurde oft diskutiert, aber selten exakt definiert: Was genau ist der Unterschied zwischen Revision und Modifikation?

Revox B225, Relais Ausgang

Eine Revision bedeutet, einen funktionsfähigen CD-Spieler weitgehend in seinen Originalzustand zu versetzen. Falls er aufgrund eines Defekts nicht spielt, handelt es sich um eine Reparatur. Zu den notwendigen Maßnahmen einer Revision, die den Ursprungszustand belassen, trotzdem natürlich sehr zeitaufwendig sind, gehört beispielsweise die Beseitigung kalter Lötstellen. Das geschieht durch fachgerechtes, behutsames Entlöten und Anbringen neuen Silberlots. Mechanische Teile werden gangbar gemacht, indem sie justiert und mit geeigneten Mitteln gepflegt werden. Die Liste der wichtigen Schritte einer originalgetreuen Revision lässt sich beliebig fortsetzen.

Revox B225, symmetrischer XLR Ausgang mit Übertrager (optional)

Aber schon beim Ersatz gealterter Bauteile in einem CD-Spieler verschwimmt die Grenze zwischen Revision und Modifikation. Von Alterung betroffen sind zum Beispiel Kondensatoren. Viele der in früheren Geräten verwendeten Originaltypen sind aus guten Gründen nicht mehr erhältlich. Der Bauteilemarkt hat sie längst durch deutlich verbesserte Kondensatoren ersetzt.

Um die Unterschiede zwischen Revision und Modifikation zu verdeutlichen, ist ein Vergleich mit Autos hilfreich. Bei Oldtimern ist es verpönt, alte Teile durch neue zu ersetzen. Nachträglich eingebaute Scheibenbremsen, eine servounterstützte Lenkung, selbst ein nicht originaler Rückspiegel gelten als Tabubruch. Oberstes Gesetz ist es, das Auto in seinem Originalzustand zu erhalten.

Bei einem CD-Spieler stellt sich die Frage anders: Dürfen die alten, längst ausgetrockneten Kondensatoren ausgetauscht werden? Oder will der Besitzer mit einem Gerät leben, dessen Klang im Vergleich zum Originalzustand sich von Jahr zu Jahr hörbar verschlechtert? Die Frage ist eher theoretischer Natur. Einen wertvollen CD-Spieler mit nur noch eingeschränkt funktionsfähigen Bauteilen krampfhaft in seinem originalen Zustand zu belassen, würde bedeuten, dass er seinem sicheren Tod entgegendämmert.

Lebensdauer Kondensatoren

Alles spricht dafür, alte durch moderne Bauteile zu ersetzen, um die originalen Klangeigenschaften mindestens wieder auf das ursprüngliche Niveau zu bringen. Hier ist also bereits der Punkt erreicht, an dem Revision und Modifikation zwangsläufig ineinander übergehen. Das vorläufige Fazit dieser Betrachtung lautet: Wer die unschätzbaren Vorzüge eines frühen CD-Spielers (sie beginnen mit den für die Ewigkeit gebauten Laufwerken und enden mit der extrem soliden, schwingungsfreien Mechanik) durch den Einsatz moderner Bauteile erhalten und sinnvoll nutzen will, kommt an einer Modifikation nicht vorbei.

Technische Möglichkeiten

Bevor ich darauf eingehe, schicke ich vorweg, dass ich großen Respekt vor der ungeheuren Leistung der Philips-Ingenieure habe, die in den 80-er Jahren die Compact Disc und die dazugehörigen Player entwickelten. Die Entwicklung hatte in den holländischen Philips-Laboren in Eindhoven stattgefunden. Viele Dutzend deutsche, französische und britische Ingenieure hatten jahrelang gerechnet, getüftelt und konstruiert, bis die silbrig-runde "Digital-Revolution" endlich funktionierte. Ich wäre niemals so vermessen, zu behaupten, dass man mit ein paar Handgriffen, einer simpel gebrückten Schaltung oder dem voreiligen Austausch einiger Bauteile einen bereits sehr hochwertigen CD Spieler mit wenigen Stunden Arbeitsaufwand verbessern kann.

Revox B225, metronom Analogplatine

Um zu beurteilen, an welcher Stelle was möglich ist und was nicht, muss man rund 30 Jahre zurückgehen. Beginnen wir mit einem Blick auf die Bauteile. Früher standen praktisch nur Widerstände minderer Qualität zur Verfügung. Die besaßen nicht nur große Toleranzen von 10 % und darüber, sie rauschten auch stark. Ihr Temperaturverhalten war in der Praxis fragwürdig, schon eine kleine Erwärmung verkleinerte den Widerstandswert erheblich. Bei den damals verwendeten Kondensatoren waren Abweichungen von über 10 % der Nennkapazität normal. An vielen Stellen wurden also zwangsläufig Bauteile verwendet, deren Genauigkeit eher in Gottes Hand als auf dem Reißbrett eines Ingenieurs lag. Die Serienstreuungen der Geräte waren entsprechend groß.

Revox B225, erweitertes Fernbedienungsmodul

Heute stehen Widerstände mit einer Genauigkeit von 1 % und besser zu Verfügung. Für Kondensatoren gilt prinzipiell das gleiche. Die Qualität der Bauteile hat in diesen 30 Jahren rapide Fortschritte erlebt. Umgekehrt ist es heutzutage bei annehmbaren Kosten nicht mehr möglich, ein so aufwendiges Laufwerk wie das CDM-0 oder CDM-1 eines Revox B225 zu konstruieren. Es würde auch bei einer Großserienfertigung zu hohe Kosten verursachen.

Die Folge ist, dass sogenannte High-End-Anbieter notgedrungen auf DVD-Massenlaufwerke billiger Machart zurückgreifen müssen, wenn diese überhaupt noch CD-Player anbieten möchten - statt auf billiger zu produzierende Netzwerk Spieler umzuschwenken. Die fehlenden inneren Werte werden durch edle Gehäuse und hohe Ausgaben für Marketing und Werbung kompensiert. Manchmal sorgt nur eine dicke Bodenplatte dafür, aus dem technischen Leichtgewicht ein scheinbares Schwergewicht zu machen.

CDM-1 Laserlaufwerk

Welches Argument spräche dagegen, das Beste aus der früheren und der heutigen Welt miteinander zu verbinden? Schon der Blick auf ein Foto zeigt, dass die Mechanik eines Revox B225 ihresgleichen sucht und wahrscheinlich nie mehr hergestellt wird. Diese Laufwerke werden sich noch drehen, wenn die Überreste der heutigen High-End-Player längst als PET-Trinkflaschen und Autostoßstangen recycelt worden sind.

Rahmenbedingungen

Auch die Rahmenbedingungen, unter denen Produkte in einem Konzern entwickelt werden, müssen bei der Beurteilung von Sinn oder Unsinn einer Modifikation betrachtet werden. Kosten-Gesetze galten damals genauso wie heute. Ein Ingenieur kann noch so ingeniöse Ideen entwickeln - wenn der Controller mit dem Rechenstift zuschlägt und die Idee als zu teuer für eine Serienfertigung erklärt, ist sie schnell erledigt. Jeder Konzern kalkuliert beim Einsatz von Bauteilen immer mit der zweiten oder gar dritten Stelle hinter dem Komma.



Schließlich spielt auch ein einfaches Gesetz eine Rolle: Hinter jedem Gerät und seiner Entwicklung stecken Menschen mit ihren Eigentümlichkeiten. Wer kennt nicht die Situation, dass ein junger Ingenieur eine mutige Idee hat oder einen ungewöhnlichen Weg vorschlägt, aber an der Unbelehrbarkeit eines in Ehren ergrauten Vorgesetzten scheitert? Oder dass ein kleines Team junger Entwickler die Schreibtisch-Bosse hinters Licht führt, indem es eine Entwicklungsstufe bei einem Produkt vorsieht, die aber schließlich doch nicht weiterverfolgt wird? Bei gleich mehreren konstruktiven Eigenheiten speziell um die Philips Analog-Wandler-Chips ist es so zugegangen. Einige hervorragende Möglichkeiten der CD-Spieler blieben bereits damals seltsamerweise ungenutzt. Es benötigte über 30 Jahre bis hin zum heutigen metronom CD Spieler.

Zusammenfassung

Das Fazit dieser Erörterungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Es konnte kein Argument gegen eine technische Aufwertung eines CD-Spielers mit neuzeitlichen, überlegenen Bauelementen gefunden werden. Ebenso auch kein Argument gegen Verbesserungen an Stellen, die beim Originalmodell aus Kostengründen nicht genutzt wurden. Ebenso wenig macht es Sinn, aus reinen Marketinggründen eingeführte Merkmale zu belassen.



Ob wir nun von Tuning oder einer Modifikation sprechen, die Veränderungen sollen nach professionellen Maßstäben erfolgen. Als professionell versteht sich eine Modifikation, wenn sie auf der Basis langjähriger Erfahrung stattfindet und eine Anhebung sämtlicher Eigenschaften eines CD-Spielers ergibt. Eine Kurzanleitung aus dem Internet, um pauschal alle Filter aus einem CD Spieler zu entfernen, gehört sicher nicht dazu. Scheineffekte, wie die unnatürliche Betonung von Bass und Höhen, zu Lasten einer ausgewogenen Übertragung, entlarven sich nach etwas Hördauer selbst als störend und fremd. Der Anspruch eines metronom CD Spielers ist die neutrale, natürliche und dem Original exakt entsprechende Wiedergabe der Musik.

HiRes im Vergleich

Gerne wird der Anschein erweckt, dass die HiFi-Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren riesige Sprünge gemacht hat. Glaubt man der Werbung für digitale Wiedergabegeräte, wird jedes Jahr kontinuierlich eine immer bessere Wiedergabe geboten. Solche Behauptungen werden bereitwillig aufgenommen, sucht doch der rastlose HiFi-Interessent ständig nach Verbesserungen. Wenn man die Werbeaussagen wörtlich nimmt, sollte man zu dem Schluss kommen, dass die Reproduktion von Musik über eine neue HiFi-Anlage besser ist als das Original!?

Revox B225, USB-in Modul

In der Werbung spielen immer höhere Bit-Zahlen eine entscheidende Rolle. Sie sollen klangliche Vorteile suggerieren. Das verdummende Prinzip lautet: "Je höher die Zahlen, desto besser das Ergebnis." Allzu gern wird verschwiegen, dass die aus dem technischen Zusammenhang herausgelösten Zahlenwerte keinerlei Aussagekraft haben.

Vergleich im Hörtest

Vorteile die auf dem Papier stehen, suggerieren eine Überlegenheit, aber sie bringen dem Zuhörer nichts. Für einen objektiven Vergleich müssen zunächst einmal identische Bedingungen geschaffen werden. Beide Abspielgeräte, der metronom mit TDA-Wandler und ein Vergleichsgerät mit High Bit Wandler, geben die gleiche Aufnahmequalität wieder. Beide Abspielgeräte besitzen den gleichen Ausgangspegel (+-0,5dB) und werden mit gleicher Verkabelung an der selben Musikanlage getestet. Laufen beide Geräte zeitgleich, kann am Hörplatz durch Umschalten der Wiedergabequelle an der Fernbedienung - frei von allen technischen und räumlichen Unterschieden - verglichen werden. Um das Ergebnis frei von Vorurteilen, Suggestionen und "Hintergrundgeschehen" zu halten, wissen die Zuhörer nicht, welches Gerät jeweils zu hören ist. Abschließend wird daher die Anzeige der Eingangsquelle am Verstärker abgedeckt.

Der Hörtest fällt nun sehr kurz aus. Der Unterschied ist sofort, eindeutig und jederzeit wiederholbar festzustellen. Es fällt die größere und trotzdem straffere Klangfülle der "alten" Technik auf. Nicht nur die Menge an Details, auch deren Präzision und Natürlichkeit ist über das gesamte Frequenzspektrum nicht nur "ein kleines bisschen" besser. Auf eine blumige Beschreibung von Nuancen kann daher erfreulicher Weise bei diesem Hörvergleich verzichtet werden.

Die Gründe für die derart deutlichen Klangunterschiede liegen in den Analogwandler-Chips und der Art, wie diese in den Geräten an den Datensätzen angebunden werden. Das Ergebnis dieses Vergleichs ist eine "schallende Ohrfeige" für moderne Audioelektronik und spricht gegen jegliche Manipulation des digitalen Signals durch HiRes Over-und Upsampling oder Kompression. Die Vorteile eines HiRes liegen allein in der billigeren Produktion durch höhere Integration und somit eine verringerte Anzahl von Chips und Bauteilen in den fertigen Endgeräten. Mit einer Vereinnahmung der Wiedergabe durch den Computer, möchte zudem das Musik-tragende Medium CD weg rationalisiert werden - auch wenn eine Datenübertragung über den Computer gegenüber einer dedizierten Lösung im CD Spieler im Nachteil ist.

Messdaten

Ein direkter Zusammenhang zwischen isolierten Messdaten und gutem Klang kann nicht gefunden werden. Sie können guten Klang nicht durch konkurrierende Zahlen über den Klirrfaktor oder Erweiterung des Frequenzbereichs ausfindig machen. Bei digitalen Wiedergabegeräten finden sie heute Argumente wie Quantisierung der Bit-Zahlen und Sampling-Frequenzen. Es bedeutet nur Senkung von Herstellungskosten und Entfernen von der ursprünglichen Musik-Aufnahme. Die Erfindung der CD war ein epochales Ereignis. Es liefert den Ton des Masterbands direkt in unseren eigenen Hörraum. Es war die Kristallisation der Bemühungen der Ingenieure der damaligen Zeit. Im Vergleich dazu bietet die neue Generation digitaler Wiedergabegeräte nur die Erhöhung der Datenrate. Die Lebensdauer dieser Geräte wird von kurzer Dauer sein. Was wir brauchen, ist ein gutes Verständnis für Widergabegeräte die unserem Hörsinn entsprechen.

HiRes Technik im CD-Spieler

Hier werden die Eigenschaften eines metronom CD-Spielers, welcher zwei R2R Wandler TDA1540 besitzt, in einen Vergleich mit einem modernen Wandler für HiRes gebracht. Dieser HiRes Wandler wird in Wiedergabegeräten im vierstelligen Euro-Bereich verbaut, ist aber genauso in Gerätschaften für nicht 100 Euro zu finden.

High Bit DAC

Links am Bildrand sind oben und unten ein Transistor für die Stummschaltung sichtbar, die zuletzt vor den Cinchbuchsen am Ausgang sitzen. Am Signalweg davor befinden sich rechts daneben je Stereo Kanal 2 schwarze Widerstände und 1 Kondensator, die einen analogen Tiefpassfilter bilden. Es ist keine Aufbereitung durch weitere Verstärker nötig. Dank der Gleichstromregelung ist auch ein Koppelkondensator im Signalweg überflüssig. Dieser Wandler ermöglicht mit seinen integrierten Digitalfiltern, seinen Verstärkern sowie der Entfernung von Gleichstrom einen Verzicht auf viele weitere Bauteile und somit eine erhebliche Kostenreduzierung. In den hochpreisigen Wiedergabegeräten finden sich erstaunlicherweise trotzdem weitere Verstärkungsstufen und Spannungsfolger (Buffer), zum Teil auch mit Röhren. Deren Aufgabe ist es, dem Gerät durch eine Veränderung des ursprünglichen Signals eine individuelle Note zu verleihen. Mit Klangneutralität haben solche Maßnahmen nichts zu tun.

Philips TDA1540 14 Bit DAC

Philips R2R Analog-Wandler-Chips

Auf dem Papier hat der 30 Jahre nach dem TDA1540 entwickelte Wandler Vorteile: Eine höhere Bitrate, einen größeren Dynamikbereich und den für Entwickler attraktiven "fertigen" Audioausgang mit definierten 2 Volt Leistung. Der ist insofern praktisch, weil hier keine eigene Entwicklung mehr nötig ist. Allerdings - und das ist einer der entscheidenden Nachteile - auch nicht mehr möglich. Andere Vorteile beziehen sich angeblich auf Auflösung und Dynamik - aber nur theoretisch und auch bitte nicht mit der Menge an Details oder Feinzeichnung zu verwechseln. Die höhere Auflösung bezieht sich am Beispiel einer 192khz Widergabe auf eine Erweiterung des verarbeiteten Frequenzgangs auf 96khz (Nyquist, Samplingfrequenz gleich min. doppelte Widergabefrequenz) - eine Frequenzerweiterung, in der keinerlei nutzbare Informationen beim digitalen Musik-Endprodukt enthalten sind, die bei der Musikaufnahme von der Physik unterliegenden Mikrofonen nicht aufgezeichnet wird und die auch vom menschlichen Hörsinn nicht erfasst werden kann. Zu finden ist in dem erweiterten Frequenzgang 'Dither' - bei der digitalen Datenverarbeitung im finalen Mastering immer hinzugefügtes digitales unnatürliches Rauschen - nötig um die Re-Quantisierungs Störungen der erhöhten Samplingfrequenzen zu kaschieren.
Hingegen überschlagen sich Hersteller von Audio Elektronik in der Angabe von immer größeren Werten des Abstands von Rauschem zum Signal als Qualitätsmerkmal.

Dynamikumfang

Musik erreicht einen Dynamikumfang je nach Instrumentierung von 80 dB. Die menschliche Stimme besitzt einen Dynamikumfang von 40 dB. Der Dynamikumfang des TDA1540 bietet mit 94 dB bereits eine nicht wirklich nutzbare Reserve und erreicht in der praktischen Anwendung weitere Austeuerungsreserve, auch wenn zuvor bereits die übliche -9dB Aussteuerungsreserve für Digital und Analog erreicht ist.

Ein Presslufthammer erzeugt 120 dB Schalldruck, danebenstehend können Sie eine mit 40dB laut rufende Person nicht mehr verstehen. Ohne zuvor getragenem Gehörschutz auch 5 Minuten danach noch nicht. Die Angabe des Dynamikumfangs für HiRes Produkte ist eher theoretischer Art - um nicht zu sagen, sie sei realitätsfremd. Bei der Musikwidergabe hat es keine Auswirkung den Dynamikumfang auf dem Papier auf nicht darstell oder hörbare Werte erhöhen zu wollen. Wenn dafür wichtige Eigenschaften wie eine natürliche Klangfarbe in den Hintergrund gestellt wird, verstehe ich das als irreführend.

Ein Vorteil durch höhere Aussteuerungsreserve (Headroom) besteht allein im Studio bei der Signalverarbeitung. Diese erleichterte einem 'modernen Toningenieur' die Arbeit z.B. Übersteuerungen im Endprodukt vermeiden zu können - eine Tätigkeit die ehedem durch Fachkräfte mit Erfahrung erfolgreich durchgeführt wurde.

Die Größe des Datenfensters (Bit), mit der die Musik digital 'transportiert' wird, steht allein in keinem Zusammenhang mit einem besseren musikalischen Ergebnis. Anders als eine erhöhte Samplingfrequenz, schadet eine erhöhte Bit Rate zumindest nicht dem Widergabeergebnis - es hat nur keinerlei Nutzen, der mathematische Dynamikgewinn ist rein theoretischer Natur.

Digitale Irrtümer



Warum gegen HiRes drängen? Weil es eine Lösung für ein Problem ist, das es nicht gibt, ein Geschäftsmodell, das auf vorsätzlicher Ignoranz und Täuschung basiert. Je mehr Pseudowissenschaft ungehindert in die Welt geht, desto schwieriger ist es für die Wahrheit... auch wenn das ein kleines und relativ unbedeutendes Beispiel ist.
Christopher "Monty" Montgomery, Xiph.Org: Weblink

Die Xiph.Org Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die sich dem Schutz der Grundlagen von Internet und Multimedia vor der Kontrolle privater Interessen verschrieben hat.


Verkäufer der Audioindustrie haben schnellere Abtastraten gefördert. Die Akzeptanz solcher Ideen basiert auf dem Irrtum, dass schnellere Raten mehr Genauigkeit und/oder mehr Details ergeben. Ob es durch Profit oder Unwissenheit motiviert ist, die Promotoren, die die Industrie in die falsche Richtung führen, sagen das Gegenteil von dem, was wahr ist.
Dan Lavry, Lavry Engineering, Washington: Weblink

Meinungen

Da haben Sie ganze Arbeit geleistet! Daß ein CD-Player überhaupt zu solcher Musikalität fahig ist, habe ich bisher nicht geglaubt. Nach vielen Jahren und vielen CD -Playern war des Thema für mich eigentlich "gegessen"; vielen Dank, daß Sie mir nochmals die Ohren geöffnet haben (und ich vergleiche hier auf hohem Niveau - mit einer Studer Profimaschine und Masterbandkopien). Aber eine derartige Geschlossenheit im musikalischen Fluss, vorallem eine so große Darstellung und Körperhaftigkeit von Instrumenten und Stimmen habe ich bisher aus einer digitalen Quelle nie gehört. Tonal ist alles stimmig, von den Bässen zu den Höhen, die Klangfarben sind reich und das Timing einfach perfekt!
A. Sandreuther, Nürnberg

seit sonntag abend steht der 304er wieder ordentlich verkabelt im regal. macht wieder richtig spaß das teil. ich drücke es mal so aus: er kann nicht nur cd`s besonders gut abspielen, sondern nun will er es auch. du hast ihn sozusagen „frei gelassen“. danke dafür!
M. Büchner, Gerbrunn
Gerhardt Wengenroth, Hemer

Den modifizierten CD 304 habe ich zusammen mit Freunden an unterschiedlichen Wochenenden mit einigen anderen Playern der Preisklasse 2500.- bis 7000.- € in ausgiebigen Hörsitzungen verglichen. Ich neige nicht zu Übertreibungen, deshalb muss ich eindeutig betonen, dass die fünf Player nicht um riesige Welten auseinander lagen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der CD 304 in punkto Geschlossenheit des Klangbildes, der Durchsichtigkeit von Orchester und Stimmen, der Impulstreue und Präzision den anderen Spielern bei fast jedem Musikmaterial hörbar überlegen war. Nicht zuletzt ist die Ermüdungsfreiheit zu loben. Man kann stundenlang mit dem 304 hören, ohne ein Anzeichen von akustischem Stress.
Hans-Peter Storz, Freiburg

Nach vergeblichen Versuchen, von zwei „Fachleuten“ eine klemmende Schublade und das flackernde Display meines Philips 304 instand setzen zu lassen, bin ich per Internetrecherche auf Sie gestoßen. Der Philips läuft nun wieder einwandfrei und macht mir große Freude - dafür ein freundliches Dankeschön. Auch an der Kommunikation habe ich gemerkt, dass Sie sich wohltuend vom Geschwätz selbst ernannter Spezialisten abheben.
Hannes Scholten, Stuttgart

Gründer der HiFi-Zeitschrift Audio und ehem. Chefredakteur Stereoplay