nanocamp Audio-Modifikation
Nachrüstbare Fernbedienung

Philips CD 100, 101, 104, 204, 303, Marantz CD-73, Grundig CD 7500 ...
und viele weitere Modelle.

Bisher nicht fernbedienbare CD-Spieler können dank diesem Modul bequem vom Hörplatz gesteuert werden, und das ohne klangliche Beeinträchtigung. In Anlehnung an den ersten CD-Spieler CD 100 mit seiner weißen Hauptplatine kann das Modul passgenau im Handumdrehen im CD-Spieler Platz nehmen. Zum Steuern der Funktionen können dann fast alle Handschalter von Philips, Grundig, Marantz oder auch eine Universalfernbedienung verwendet werden.

Fernsteuermodul

Philips CD 100, 303, Marantz CD 73, Grundig CD 7500

PAUSE STOP
CANCEL STORE SELECT
<< PLAY NEXT
<< >>
REPEAT
Es sind alle Funktionen des CD 100, 303, 73 u. 7500 fernbedienbar. Die Sonderfunktionen können auch mit Zahlentasten gesteuert werden, da manche Handschalter keine entsprechenden Tasten besitzen: 1=Cancel, 2=Store/Preset, 3=Select, 4=Repeat

Einbaubeispiel: CD 100 - CD 303 - CD-73

Philips CD 104, CD 204

PAUSE OPEN STOP
PROG.
PREV PLAY NEXT
<< >>
REPEAT
Es sind alle Funktionen des CD 104 - CD 204 fernbedienbar. Die Sonderfunktionen können auch mit Zahlentasten gesteuert werden, da manche Handschalter keine entsprechenden Tasten besitzen: 1=Open/Close, 2=Programm, 4=Repeat

Einbaubeispiel: CD 104 - CD 204

Philips-Handschalter

Handschalter

Es wurde der RH8808 Handschalter gewählt, da dieser durch Funktion und Wertigkeit anderen Modellen überlegen ist. Er ist intuitiv auch bei Dunkelheit gut zu nutzen und bietet nicht unzählige Tasten, die bei den genannten CD-Spielern überflüssig sind.

Die Lautstärketasten steuern zudem den Oxhead und mit den Zahlentasten kann das Quellgerät am Horseface gewählt werden.

Universal-Handschalter

Universal-Handschalter

Dieser Handschalter sorgt für Ordnung auf dem Wohnzimmertisch. Er steuert neben dem CD-Spieler noch 3 weitere Geräte. Hierzu muss lediglich ein Geräte-Code aus beiliegender Liste eingegeben werden.

Zudem verfügt der Handschalter über eine Lernfunktion, um Funktionen einer vorhandenen Fernbedienung zu kopieren. Auch Makros können programmiert werden, um mit einem Tastendruck mehrere Funktionen auszuführen. Durch diese Kombinationsmöglichkeiten können meist alle anderen Handschalter überflüssig gemacht werden. Sogar die Lichtsteuerung oder das gemeinsame Ein- und Ausschalten mehrerer Geräte, wird durch die Steuermöglichkeit fernbedienbarer Steckdosen ermöglicht.



Die Entwicklung der Fernsteuerplatine

Bei den ersten Versuchen einen Philips CD 204 fernbedienbar zu gestalten zeigte sich schnell, dass herkömmliche Fertiglösungen nicht geeignet waren. Zum Einen waren für diese Allround-Fernsteuermodule keine formschönen Handschalter verfügbar und in der Software der verwendeten Chips konnten auch keine Änderungen für passendere Handschalter vorgenommen werden. Diese mangelnde Flexibilität führte aber noch zu ganz anderen Problemen. Da beim CD 204 / 104 für einige Funktionen elektrisch gesehen zwei Schalter betätigt werden, wovon jeweils einer auch für eine andere Funktion dient, konnten diese Module nicht ohne aufwendige Überkreuz-Schaltungen eingesetzt werden.

Noch wichtiger erschien aber, dass eine Fernsteuerplatine für diese CD Spieler-Modelle mit authentischen Bauteilen aus der zeitlichen Epoche gefertigt ist und auch keinerlei klangliche Auswirkungen haben darf. Hierzu galt es zunächst herauszufinden, warum manche CD-Spieler mit originaler Fernbedienung schlechter klingen. Theoretisch kamen für mich zwei Ursachen in Frage. Die suggestive Wahrnehmung, oder die Taktfrequenzen mit denen ein solches System arbeitet. Als Versuchsobjekt dienten zwei CD 304, bei dem aus einem die originale Fernbedienung entfernt wurde. Und tatsächlich, der CD 304 ohne Fernbedienung klang eindeutig harmonischer, irgendwie entspannter. Die Fernbedienung wurde am 304 wieder eingebaut, um die zweite gedachte Ursache der Taktfrequenzen genauer zu untersuchen. Etliche Versuchsaufbauten brachten keinen Erfolg. Der zuvor besser empfundene Klang war mit Fernbedienung nicht reproduzierbar. Da ich aber nicht aufgeben wollte, saß ich einige Stunden vor beiden Geräten und probierte oder durchdachte alles wieder und wieder. Dann bekam ich unerwartete Hilfe, Kommissar Zufall. Die Türe zur Werksatt ging einen Spalt auf, irgend jemand streckte den Arm hinein und betätigte den Lichtschalter, weil es mittlerweile mal wieder etwas später geworden war dämmerte es bereits. Es ward Licht und ich bemerkte ein leichtes Flimmern im Röhrendisplay. Ein Defekt? An beiden 304 gleichzeitig? Schwankungen in der Netzspannung? Ich hielt die Hand vor den Infrarotsensor eines 304, das Flimmern war verschwunden. Die Hand vor den Infrarotsensor des anderen 304 brachte das gleiche Resultat. Das Licht der Energiesparbirnen strahlte scheinbar einen Wellenbereich aus, auf die der Infrarotsensor am 304 reagierte. Das musste überprüft werden. Die originale Fernbedienung wurde wieder aus einem 304 entfernt und beide Geräte im abgedunkelten Hörraum erneut verglichen. Sie klangen beide völlig identisch und harmonisch, wie zuvor nur der ohne Fernbedienung. Gegenprobe. Sofort wurden Versuche mit diversen Lichtquellen gestartet um die maximale Störung zu erreichen. Nicht nur das der Klang oftmals schlechter wurde, es konnten sogar Aussetzer (Skip-Geräusche) durch Licht erzeugt werden. Das der 304 unter diesen Umständen schlechter klingt war einleuchtend, die -18 Volt für den Wandlerchip, aus denen direkt das analoge Signal gewonnen wird, sind in einem originalen CD 304 mit den -36 Volt für die Bedienfront ohne besondere Pufferung verbunden. Ein Flimmern im Display, hervorgerufen durch Oszillation der originalen Fernbedienung, führt direkt zu einer Beeinflussung einer klanglich relevanten Spannung, die als kleinerer Verbraucher mit der Versorgungsspannung des Displays verbunden ist. Dieses kann natürlich auch am originalen 304 durch Einsatz des nanocamp Fernsteuermoduls unterbunden werden, mir scheint jedoch ausreichend den Hörplatz frei von störenden Licht einflüssen zu halten oder den Infrarotsensor einfach mit einem Stück Papier abzudecken.

Es fiel der Entschluss eine analoge Fernsteuerplatine zu konstruieren, die von den Schaltkreisen der CD Spieler elektrisch entkoppelt ist, sozusagen den manuellen Tastendruck an den Bedientasten des CD Spielers simuliert und schmalbandiger im Empfang ist. Darüber hinaus wird aber auch an meinen CD-Spielern die wichtige Spannung von -18V eigenständig reguliert und gepuffert.
Aber auch zeitlich authentische Bauteile in der Bauform "DIL" zu verwenden führte zu einigen Erschwernissen. Es standen weder Ansätze für eine Steuersoftware zur Verfügung, noch gab es fertige Geräte zum Brennen der Software in diese Chips. Es musste also bei Null begonnen werden und zunächst alle benötigten Geräte wie der Brenner für die Software und ein Gerät zum Auslesen der gesendeten Codes der verschiedensten Handschalter selbst konstruiert werden.

Fernsteuermodul

Die Entwicklung einer authentischen analogen Fernsteuerplatine ohne klangliche Auswirkungen nebst aller benötigten Geräte und deren eigener Software benötigte dann 3 Monate. Am Ende zeigte sich jedoch, dass die gewonnene Flexibilität in der Software nun auch erlaubte andere CD Spieler wie z.B den CD 100 mit dem gleichen Fernsteuermodul fernbedienbar zu gestalten. Dass nun auch nahezu jeder Handschalter in die Software eingebunden werden konnte, erlaubte zudem auch eine spezifische Anpassung um nur eine einzige Fernsteuerung für alle im Wohnzimmer vertetenen Geräte zu verwenden.

Nach dann 3 Jahren der ständigen Weiterentwicklung war das analoge Fernsteuermodul für alle CD Spieler-Modelle der ersten Generationen einsatzbereit.