nanocamp Audio-Modifikation
CD-Spieler purgo

Ein purgo bedeutet Einstieg in die Welt des ersten musikalisch korrekten CD-Spielers. Er besitzt eine nachvollziehbare Steigerung der Klangqualität durch die Befreiung von baulichen Kompromissen. Maßnahmen sind z. B. non-Oversampling, non-Analogfilter und die Beseitigung aller Fehler in der zeitlichen und räumlichen Darstellung. Die Ausgangsstufe wird mit Operationsverstärkern aufgebaut, die für die Chipbauweise neue Maßstäbe in der Natürlichkeit der Klangfarben setzen.

Das Ergebnis ist nichts anderes als die Wiedergabe der Musik, die sich auf der CD befindet - frei von Interpretation, die sich vom Original entfernt hat. Nichts ist verwaschen, nichts wird künstlich aufgebläht. Schlicht der reine Quell.

Philips CD 100 purgo fernbedienbar
Die Gerätebasis zum purgo können verschiedenste CD-Spieler bilden, die noch über ein hochwertiges Laserlaufwerk wie CDM-0 oder CDM-1 verfügen.

Die besten Basisgeräte - Alle geeigneten CD-Spieler


non Oversampling

Durch Entfernung der Digitalfilter wird die zeitliche Präzision der Musikwiedergabe hörbar verbessert. Der Klanggewinn ist allerdings von einer Reihe ineinander greifenden Modifikationen abhängig.

Der "Vorteil" der eingesetzten Digitalfilter liegt in der Reduzierung nachfolgender Analogfilter - und nicht in einer Datenerhöhung durch Interpolation, um etwas hinzuzufügen, was gar nicht im Signal vorhanden ist. Das ist in den Datenblättern dieser Digitalfilter ausgewiesen. Analogfilter, die den Hörbereich über 20 kHz filtern sollen, sind mit zunehmender Flankensteilheit (was eine bessere Filterwirkung bewirkt) in der Produktion teurer. Sie sorgen auch für nachteilige Phasenverschiebungen im Hörbereich. Die in den Philips-Spielern verbauten Digital-Decoder (welche vor dem serienmäßigen Digitalfilter sitzen) sind nach offiziellen Angaben der Entwickler für den direkten Betrieb an Analogwandlern ohne Digitalfilter zulässig - auch das wird eindeutig in den Datenblättern beschrieben. Theoretisch müsste aus Sicht eines Audio-Entwicklers beim Betrieb ohne Digitalfilter der analoge Filter mit einer größeren Flankensteilheit arbeiten. Wie in den ersten CD-Spielern von Sony praktiziert.

Von den Befürwortern des non-Oversamplings wird häufig argumentiert, dass eine Filterung nicht benötigt wird, da das menschliche Gehör diese Frequenzen nicht wahrnehmen kann. Die Praxis zeigt jedoch, dass auch vermeintlich nichthörbare Frequenzen eine bessere Empfindung der räumlichen Präzision vermitteln. Mit zunehmender Frequenz nimmt bekanntlich die Schallbündelung zu. Dadurch ist die Schallquelle mithilfe mehrerer Empfänger besser zu identifizieren. Obwohl der Mensch nur zwei Empfänger (Ohren) besitzt und der Informationsinhalt selbst nicht bewusst wahrgenommen wird, wird der räumliche Eindruck bei der Reproduktion deutlich gesteigert. Die Musik wird durchsichtiger, Instrumente oder Stimmen trennen sich klarer voneinander. Man kann also aus gutem Grund auf Oversampling und Analogfilter verzichten.

Überlagerung mehrerer Samples   Allerdings wird die alleinige Wirkung von Non-Oversampling, also der Entfernung der Digitalfilter, leicht überschätzt. Der Vorteil liegt sozusagen darin, dass die (unvermeidbaren) Nachteile der Digitalfilter eliminiert werden. Für die Musikwiedergabe bedeutet das: Es werden Artefakte beseitigt, die im Ursprungssignal gar nicht vorhanden sind. Diese entstehen bei der Überlagerung mehrerer Samples, von denen einige vom Ursprungs-Sample abweichen. Daneben sorgt der fehlerhaft arbeitende Digitalfilter für eine Verunreinigung der digitalen Spannungsversorgung.

Die 14 Bit Philips-CD-Spieler stellen mit ihrer weitestgehend diskreten Bauart einen unschätzbaren Wert dar. Eine Befreiung von den Digitalfiltern ist in ihnen aber nur ein Schritt von vielen.


non Analogfilter

Die Analogfilter der Philips-CD-Spieler sind zwischen dem serienmäßigen Doppel-OPV platziert. Sie trennen das Audiosignal mit 18 db Flankensteilheit bei einer Grenzfrequenz von über 20 kHz. Ein solcher Filter sorgt leider auch für Phasendrehungen bis weit hinunter in den hörbaren Bereich. Die negative Auswirkung dieses Filters kann wie beim non Oversampling beseitigt werden. Durch die Änderung gewinnt der Klang hörbar an Körper und Position.

Unter klangpuristischen Aspekten empfehle ich die Stilllegung aller analogen Filter, der Mutingstufe und des Kopfhörerausgangs, wenn diese nicht zwingend gewünscht sind.

Stummschaltung

Ihre eigentliche Aufgabe ist es, einen Pegel am Ausgang des CD-Spielers zu verhindern, wenn keine Wiedergabe erfolgt. Zu diesem Zweck wird das analoge Signal durch einen nachteiligen Transistor oder durch ein Reed-Relais mit magnetischem Feld geführt. Ohne Mutingstufe wird das analoge Signal unverfälscht an die Cinchbuchsen gesendet, ein CD-Spieler erzeugt dann jedoch ein Plopp-Geräusch beim Ein- und Ausschalten.

Das Plopp-Geräusch ist nicht schädlich, es lässt sich jedoch vermeiden, indem man konsequent eine Reihenfolge einhält: Beim Einschalten zuerst alle "Sender" wie CD-Spieler oder Plattenspieler einschalten. Danach die "Empfänger" (Vorverstärker und eventuell vorhandene Aktivweiche) einschalten. Zuletzt folgen Endverstärker oder Aktiv-Lautsprecher.

Beim Ausschalten die umgekehrte Reihenfolge einhalten, also mit dem Endverstärker beginnen, dann Vorverstärker, zuletzt den CD-Spieler. Aber eine solche Reihenfolge sollte eigentlich immer eingehalten werden.

Kopfhörerausgang

Bei einer optimalen Modifikation wird zusätzlich der (je nach CD-Spieler-Modell vorhandene) Kopfhörerausgang stillgelegt, damit er die Spannungsversorgung der Operationsverstäker und das analoge Signal nicht zusätzlich belastet.


Chip-OPV

Der in der Ausgangsstufe original verbaute Chip-OPV NE5532 wird gegen einen geeigneteren Typen getauscht. Die Spannungsversorgung der OPV wird verbessert aufgebaut. Die I/U-Conversion gewinnt Linearität und Geschwindigkeit, der Buffer klingt präziser und luftiger als der Originale.

Operationsverstärker

Hierbei wird das Netzteil im Basisgerät neu aufgebaut und an die Anforderungen des purgo abgestimmt. Das Gerät wird zum Schluss justiert und exakt auf alle Werte eingemessen. Ein CoreTec-Netzkabel findet sich übrigens auch am purgo.