nanocamp Audio-Modifikation
Bauarten

Betrachtet man die Bauarten der Audio-Elektronik aller bisherigen Entwicklungsstufen, findet man eine schmalbandige Epoche, mit der die angestrebte originalgetreue Musikreproduktion derzeit noch am besten zu erzielen ist. Nach Ablösung der Vakuum-Röhren durch Germanium-Transistoren und deren Ablösung durch Silizium-Transistoren, wurde HiFi-Elektronik aus vielen einzelnen Transistoren in sogenannter diskreter Bauweise gefertigt.

Alle folgenden Entwicklungen durch immer höhere Integration von Schaltkreisen in Silizium, bringt in der HiFi-Elektronik Vorteile in Baugröße und Kosten, aber Nachteile in z.B. Impuls- oder Übersprechverhalten. Sicher wäre ohne die wachsende Integration ein CD-Spieler, oder auch ein Computer, in wohnzimmertauglichen Dimensionen kaum vorstellbar. Aber was für einen HiFi-Verstärker höchster Güte zutrifft, gilt auch für einen CD-Spieler. Diskret aufgebaute Geräte sind teurer in der Produktion, bieten aber eine höhere Klangqualität.

Wohin geht die Entwicklung der digitalen Musikwiedergabe ?

Gibt es demnächst nur noch einen Universal-Chip für jeden Zweck? Mit eingebautem Over- und Upsampling? Mit "Klangfeldgeneratoren", die alle Schwächen der Konstruktion auf unnatürliche Weise wegbügeln, und billigen Schaltnetzteilen auf SMD-Platinen, was denkbar schlechte Voraussetzungen für die Musikwiedergabe auf hohem Niveau bietet?

Diese Zukunft wird kommen. Statt einer Musikanlage wird im Wohnzimmer des Konsumenten ein Multimedia-Computer stehen, der neben der Wiedergabe von Musik und Videos auch den Kühlschrank verwaltet und für aus dem Netz geladene MP3-Songs die Gebühren automatisch abbucht.

Die Stufe, an der wir keine echten Verbesserungen an Audio-Geräten (Ausnahme sind nur Lautsprecher) mehr erwarten dürfen, hat längst begonnen. Die Hersteller konzentrieren sich auf den riesigen Konsummarkt mit den beschriebenen "Multimedia-Kühlschränken". Sogenannte diskrete Bauteile werden kaum noch produziert und sind bereits in großem Umfang ausgestorben. Absoluten Vorrang haben hochintegrierte Chips, die sich universell in PCs und AVR-Receivern, Mikrowellen und Autos einsetzen lassen. Die Entwicklungsarbeit in den Großkonzernen besteht überwiegend darin, diese Universal-Chips für die jeweilige Anwendung zu programmieren. Mangels diskreten Bauteilen wird künftig niemand mehr ein Audiogerät mit höchstem Anspruch produzieren können - auch wenn er es wollte.

Was bleibt also demjenigen, der nach wie vor großen Wert auf die Qualität der Musikwiedergabe legt und nicht im MP3-Strom aus dem Internet mitschwimmen will? Es gibt nur einen Weg: Bereits gefertigte Geräte in diskreter Bauart zu suchen, diese liebevoll zu erhalten und, wo nötig, sie zu verbessern sowie defekte oder gealterte Bauteile zu ersetzen.

CD 104 Modifikation

Es ist verständlich, dass Menschen mit zwei Ohren und etwas Inhalt dazwischen seit vielen Jahren an der Vinyl-Schallplatte festhalten. Unter diesen Kennern gilt die Vinyl-Klangqualität als unübertroffen natürlich und ausgewogen. Aber wie wäre es, ein CD-Abspielgerät zu erhalten, das im Vergleich zu den besten Aufnahmen auf Vinyl eine deutliche Qualitätssteigerung bietet?

Natürlich muss die vorhandene CD-Gerätebasis sorgfältig restauriert werden. Um die Schwächen abzustellen, die in mehr als 20 Jahren Testzeit festgestellt wurden, benötigt man viel Zeit, viel Erfahrung und spezielles know-how. Aber der Gegenwert, den man erhält, ist hoch: Man bekommt ein Gerät mit sehr natürlichem, räumlich präzisem und direktem Klang, das Musikwiedergabe von einer CD in einer bisher unbekannten Dimension ermöglicht. Dieser Wert ist mangels Konkurrenz gar nicht hoch genug einzuschätzen.